Mein Weg

Bleistiftzeichnung - Kunstwerk ?

Schon als kleiner Junge war ich fasziniert von der Fähigkeit anderer, etwas bzw. jemanden nur mit einem Bleistift und Radiergummi täuschend echt auf einem Blatt Papier darstellen zu können.

In den ersten Schuljahren war ich deshalb ein begeistertes Mitglied des nach dem Unterricht stattfindenden Zeichenzirkels. Unsere damalige Leiterin des Zirkels weckte in mir noch mehr Bewunderung, da sie zweifellos gut mit dem Bleistift umgehen konnte. Jeder von uns Schülern bekam, wenn er es wollte, eine von ihr nach kurzer Sitzung angefertigtes Porträt. Ich war so stolz auf diese Zeichnung, und vielleicht wurde von da an der Wunsch in mir geweckt, eines Tages mindestens genauso gut zeichnen zu können. Für mich war diese damalige Zeichnung ein Kunstwerk.

An ein zweites prägendes Erlebnis kann ich mich erinnern. Irgendwann später im Fach Kunsterziehung hat mich eine Zeichnung in einem Lehrbuch nicht mehr losgelassen. Diese Zeichnung war von Albrecht Dürer und hieß - Der Hase -. Das war für mich Kunst. Dieser Mann war für mich ein großer Künstler, ein Vorbild dem es nachzueifern galt.

Schon früh begann ich damit mir Motive in Fotos zu suchen und diese dann auf Papier zu bringen. Meine ersten Motive waren Tiere. Ihnen galt schon immer mein  Interesse. Ich hatte ein großes Bedürfnis meine Lieblingstiere zeichnerisch darzustellen und damit zu verewigen. Auch damals hatte ich meine Fans und Bewunderer. Regelmäßig stellte ich auf des öfteren stattfindenden Schulausstellungen aus. Mein damaliger Berufswunsch war, neben Förster auch Zeichner bzw. Kunstmaler zu werden. Doch dann kamen die Flegeljahre. Das Zeichnen rückte in den Hintergrund, andere Interessen bestimmten meine Freizeit.

Mit ungefähr 20 Jahren erinnerte ich mich dann wieder an mein früheres Hobby. Es kam eine Zeit in meinem Leben, wo die viele Freizeit nach einer sinnvollen Betätigung rief.   Bekannte schauten mir beim Zeichnen interessiert über die Schulter. Es gab anerkennende Worte und so manch einen Bewunderer für meine Arbeiten. Meine Motive waren nun aber keine Tiere mehr, nein, der Mensch galt meinem Interesse. So kam es dann, dass der eine oder andere Kamerad mich darum bat, seine Freundin doch nach dem von ihm vorgelegten Foto zu porträtieren. Alle waren sie mehr oder weniger zufrieden mit diesen Bildern. Ich verdiente mein erstes Geld mit meiner Kunst, war stolz und glücklich.

Leider kamen wieder Jahre ohne künstlerische Tätigkeit. Aus heutiger Sicht verschenkte Jahre, denn wie viele Bilder hätte ich in dieser Zeit schaffen können.

Mit 27 Jahren dann ein neuer Anfang. Motiviert und voller Schaffenskraft stürzte ich mich in die Arbeit. Es war die politische Wendezeit 1990. Viel Zeit, bedingt durch Arbeitslosigkeit, sorgte für viele angefertigte Zeichnungen, auch nach Aufträgen interessierter Kunden (Freunde, Bekannte.....). Die Qualität der Zeichnungen hatte ein neues Niveau erreicht.

Viele neue, gute Erfahrungen machte ich in einem Fernlehrgang - Zeichnen und Malen - der Kunstschule Paris. Dieser ging über 2 Jahre und fand unter Leitung erfahrener Kunstpädagogen und Künstler statt. Erfolgreich absolvierte ich diesen Lehrgang und hatte danach auch im Arbeiten mit Farbe Erfahrungen gesammelt. Doch das Zeichnen mit Bleistift blieb auch weiterhin mein hauptsächliches künstlerisches Ausdrucksmittel.

Meine Arbeiten fanden in all den Jahren bis heute eine stete Steigerung in ihrer Ausdruckskraft. An die Qualität dieser Zeichnungen habe ich immer hohe Ansprüche gestellt, wollte Perfektion erreichen. Meistens verbringe ich viele Stunden an ihrer Fertigstellung und bin sehr selbstkritisch mit mir und meiner Arbeit. In vielen Techniken der Bleistiftzeichnung habe ich mich schon versucht. Da gab es die Watte-Wischtechnik in Verbindung mit dem Radieren oder die Verwendung mehrerer Bleistifthärten in einer Zeichnung etc. Letztendlich glaube ich nun, dass ich meinen Stil gefunden habe.

Das Zeichnen ist ein wichtiger Teil meines Lebens geworden. Jeder Auftrag, ein Bild anzufertigen, ist eine neue, große Herausforderung für mich. Ich möchte meine Auftraggeber immer zufrieden stellen. In jedes meiner Bilder lege ich auch immer einen kleinen Teil meiner Seele mit hinein. Meine Bilder sollen leben, sind ein Teil meiner Persönlichkeit. Ich möchte mir mit meiner Kunst einen guten Namen machen und mich damit verewigen. Das ist eines meiner Ziele, auch dafür lebe ich.

Jens Nagel

Lebenslauf und bisherige Ausstellungen

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei meiner lieben Frau bedanken, die mir in den vergangenen Jahren immer wieder Mut zugesprochen hat, mich weiterhin künstlerisch zu betätigen. Sie unterstützt mich sehr dabei Kunst zu schaffen und ist mein treuester Fan geworden.

Danke.  

Künstlerreisen, getrieben durch sein Fernweh,
die Suche nach neuen Eindrücken und Farben und der Neugier aufs Fremde, Unbekannte führten ihn nach
- Ungarn ( Budapest, Balaton )
- Tschechien ( Prag )
- Polen ( Szczecin )
- Dänemark ( Kopenhagen )
- Spanien ( Mallorca, Teneriffa, Gomera )
- Griechenland ( Kreta, Santorini )
- Malta ( Gozo )
- Irland ( Dublin, Rundreise mit dem Auto Kildare, Limerick, Ennis, Ring of Kerry, Kenmare, Cork, Waterford nach Dublin )
- Schweiz ( Autoreise in die Südschweiz ( Tessin ) an den Lago Maggiore mit den Städten Ascona und Locarno und den Brissago Inseln
- Italien (am Lago Maggiore, Besuch der Insel , Isola Bella , und der Städte Cannobio und Luino)
- Niederlande (mit dem Wohnmobil über Soltau in die Städte Apeldoom, Utrecht nach Boskoop, zurück über Gouda, Delft, Leiden,
Haarlemmermeer, Haarlem, Alkmaar, Den Oever, Groningen, Winschoten und Station in Westerstede)
- und in Deutschland ( Elbsandsteingebirge, Spreewald, Thüringer Wald, Usedom, Rügen, Hiddensee, Nordsee,
Lüneburger Heide, Bayern mit dem Bodensee und der Insel Mainau
die Städte Berlin, Dresden, Leipzig, Hamburg, Schwerin, Rostock, Stralsund, Konstanz ........)
Frankreich-Reise mit dem Wohnmobil mit Halt in Lindau am Bodensee an die Cote d'Azur, Südfrankreich mit den Städten Nice, Cannes, St.-Tropez über
Österreich, Liechtenstein, Schweiz mit den Städten Locarno, Ascona, Vira, San Nazarro, Brissago
Italien mit den Städten Genova, Savona, Diano Marina, San Remo, Monaco, mit Monte Carlo
Rückreise über die Städte Aix-en-Provence, Grenoble, Chambery, Annecy, Geneve, Lausanne, Bern, Basel
und die Städte Freiburg im Breisgau, Stuttgart, Nürnberg, Bayreuth